Ein weiterer anstrengender Doppelspieltag mit doppelt hoher Anforderung

Das Unentschieden im Heimspiel gegen Coburg vom vergangenen Wochenende, welches sich wie ein Sieg anfühlte, war wichtig für die Moral und auch als Bestätigung für die in den vergangenen
Spielen immer wieder gute Leistung, die am Ende nie belohnt wurde. Gegen Coburg hat sich das Team des VfL endlich selbst belohnt und schöpft daraus hoffentlich das notwendige Selbstvertrauen, welches nun heute auswärts gegen Bietigheim notwendig ist, um dort etwas mitzunehmen.

Bietigheim hat als Erstligaabsteiger eine lange Zeit gebraucht sich im Unterhaus wieder zurechtzufinden. In der Rückrunde wurde bei den beiden Ligaspitzenreitern Erlangen und Minden nur knapp verloren und es ist eine deutliche Tendenz Richtung oberes Tabellendrittel zu erkennen. Neben den nach wie vor Langzeitverletzten (Podpolinski, Franke, Claasen, Judycki, Milde und Waschul) konnte sich glücklicherweise Christoph Wischniewski zurückmelden, der mit Wadenproblemen noch gegen Coburg passen musste. Nach wie vor ist die lange Liste an Ausfällen ein Problem und die Belastung für die verbleibenden Spieler wird entsprechend grösser. Diese Verantwortung wird vom Kader derzeit mit Bravour getragen und mit Jasper Bruhn und Antonio Metzner konnten zwei Nachwuchskräfte diese Situation für sich nutzen und mit guten Leistungen das Team unterstützen.

Jasper Bruhn (Nr. 77, VfL Bad Schwartau) gegen Romas Kirveliavicius (Nr. 95, HSC 2000 Coburg). VfL Bad Schwartau vs HSC 2000 Coburg, Handball, 2. Liga, 12.03.16

Mit der Belastung vom heutigen Freitag geht es am Sonntag darum im Heimspiel gegen den viertletzten der Tabelle Punkte einzufahren, um sich weiter in der Tabelle nach oben zu bewegen bzw. die Mittelfeldposition zu stärken. 44 Stunden und 30 Minuten nach dem Anpfiff gegen Bietigheim ist die Aufgabe gegen die bislang in der Rückrunde ungeschlagenen Handballfreunde aus Springe klar – die Serie muss beendet werden. Das Team von Trainer Torge Greve wird alles aufbieten müssen, um vor heimischer Kulisse das Wochenende und damit den Doppelspieltag
erfolgreich abschließen zu können.

Trainer Torge Greve: “Die Belastung an so einem Doppelspieltag ist für alle maximal – Mannschaft, Trainer und Betreuer. Es ist gut, dass alles von Seiten der Verantwortlichen dafür getan wurde die Rahmenbedingungen so optimal wie möglich zu gestalten. Bietigheim ist nach meiner Auffassung bislang hinter den eigenen Möglichkeiten zurückgeblieben. Der Kader hat sich nach dem Abstieg kaum verändert und die Qualität ist hoch. Wir müssen den Schwung mitnehmen und über eine starke Abwehr das Spiel für uns gestalten. Der Ausgang heute wird auch die
Ausgangssituation am Sonntag beeinflussen. Springe ist aufgrund der Tabellensituation der für viele vermeintlich schwache Gegner, das ist definitiv nicht der Fall. Springe hat in der Rückrunde noch kein Spiel verloren, wir werden alles geben müssen um am Ende des Doppelspieltages auch etwas in der Hand zu halten.”

Geschäftsführer Michael Friedrichs: “Wir haben die Anreise nach Bietigheim aufgrund der hohen Belastung für unsere Spieler versucht so stressfrei wie möglich zu planen und durchzuführen. Am Ende des Tages muss die Mannschaft zweimal 700km wegstecken. Das die Akkus bei so einem Doppelspieltag leer sind, ist vollkommen klar. Ich hoffe, dass wir am Sonntag die fehlende Kraft durch die Unterstützung unserer Zuschauer kompensieren können. Punkte aus den Spielen sind sehr wichtig, um den Platz im Mittelfeld zu festigen.”

Auch der nach Bietigheim mitgereiste aber verletzte Kapitän Martin “Waschi” Waschul sieht das ähnlich: “Bietigheim und Springe sind schwierige Aufgaben – keine Frage. Gerade an so einem extrem anstrengenden Doppelspieltag muss dann alles passen, damit du am Ende vom ganzen Aufwand nicht mit leeren Händen da stehst !”

Der VfL wird eine Topleistung abliefern müssen, um heute am Freitag aus Baden-Württemberg vielleicht einen Punkt im Handgepäck mitbringen zu können – laut Flugsicherheit ist das zumindest gestattet. Morgen am Samstag geht es dann kurz vor sieben erneut mit dem Flugzeug Richtung Hamburg und dann Richtung Ostsee. Hier wartet dann ein Regenerationsprogramm in der Asklepios Klinik in Bad Schwartau auf die Spieler, um für Sonntag noch einmal Kraft zu tanken – das wird bitter nötig sein – Doppelspieltage sind halt kein Ponyhof !

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Antonio Metzner (Nr. 96, VfL Bad Schwartau) gegen Sebastian Kirchner (Nr. 11, HSC 2000 Coburg).

VfL Bad Schwartau vs HSC 2000 Coburg, Handball, 2. Liga, 12.03.16