VfL erwartet HSG Nordhorn-LIngen am Freitag um 19:30 Uhr zum Heimspiel !

Am vergangenen Samstag musste der VfL an der Nordsee in der Nordfrostarena in Wilhelmshaven beim seinerzeit Tabellensechsten dem Wilhelmshavener HV antreten. Am Freitag den 01.04.2016 um 19:30 Uhr empfängt der VfL nun den neuen Tabellensechsten, die HSG Nordhorn-LIngen.

Das Auswärtsspiel gegen Wilhelmshaven stand unter keinen guten Vorzeichen, denn kurz vor Beginn musste Rechtsaussen Christoph Wischniewski wegen einer Verletzung an der Hand passen. Zudem war Spielmacher Daniel Pankofer auch nicht in der Lage in das Geschehen einzugreifen, denn dieser hatte sich beim Abschlußtraining einen Muskelfaserriß im Oberschenkel zugezogen. Auf einen Rumpfkader dezimiert ging das Team von Torge Greve in das Match und hatte in der 13. Spielminute ein Déjà-Vu, denn der VfL lag mit 1:7 hinten – die Mannschaft fühlte sich an die herbe Niederlage in Bietigheim erinnert, in der das Spiel ähnlich schlecht startete. Aber anders als in Bietigheim bliesen Antonio Metzner und Routinier Tobias Skerka zur Attacke und brachten den VfL mit ihren Toren auf 3:7 heran. In der 20. Spielminute beim Stand von 6:11 für Wilhelmshaven, sah sich Trainer Christian Köhrmann sogar veranlasst seine Mannschaft daran zu erinnern sich nicht die “Butter vom Brot” nehmen zu lassen. 1 Sekunde vor dem Pausenpfiff verkürzte Jan Schult mit seinem fünften Treffer zumindest auf 4 Tore zum 14:18.

Tobias Skerka (Nr. 41, VfL Bad Schwartau) freut sich. VfL Bad Schwartau vs HF Springe, Handball, 2. Liga, 20.03.16
Alter schützt vor Toren nicht – zum Glück ! – Tobias Skerka – Nr. 41

Das Spiel verlief in der zweiten Hälfte immer besser von den VfL, Dennis Klockmann fand besser in das Spiel, gab seiner Vorderleuten damit Sicherheit. Im Angriff wurde von jedem alles gegeben. In der 44. Spielminute traf Thees Glabisch per 7-Meter dann zum 22:23 Anschlußtreffer – alles war wieder möglich ! In der 52. Spielminute traf Jan Schult dann zum 26:26 Ausgleich um 30 Sekunden später auch noch die Führung herzustellen, die Rickard Akerman knapp 3 Minuten später sogar auf 2 Treffer auf 26:28 ausbauen konnte. Die Partie bleibt in den letzten Spielminuten mehr als spannend, so spannend das der elektronische Spielbericht der immer bei einer Bundesliga Partie mitgeführt wird, seinen Dienst versagt und niemand das Spiel korrekt bis zum Ende verfolgen kann. Wilhelmshaven kämpft sich in dieser Schlußphase zurück, Jan Schult kann zwar noch mit seinem 11 Treffer das 29. Tor für den VfL erzielen, aber in der Schlußminute erzielen die Wilhelmshavener den Ausgleich. Wenn man den gesamten Spielverlauf betrachtet ist das Unentschieden sicher ein Ergebnis das für beide Teams akzeptabel ist, wenn auch für den VfL der weitaus grössere Erfolg, bei den genannten Rahmenbedingungen.

Lukas Ossenkopp (Nr. 41, HF Springe) kann einen Wurf von Jan Schult (Nr. 19, VfL Bad Schwartau) blocken. VfL Bad Schwartau vs HF Springe, Handball, 2. Liga, 20.03.16
Kann man versuchen zu verteidigen – klappt aber oft nicht ! – Jan Schult – Nr. 19

Pressesprecher Frank Barthel: “Ich finde, dass es unserer Mannschaft großen Respekt zu zollen gilt. Einem eingeschworenen Team, welches auch mit weiteren peronellen Defiziten umgehen kann und über den Kampf und die Leidenschaft einem starkem Gastgeber einen Punkt abgetrotzt hat, den ich mir persönlich sehr gewünscht hatte. Besonders zu erwähnen ist natürlich Jan Schult, der mit 11 Treffern wieder einmal seine Klasse unterstrichen hat und gezeigt hat warum er unser “Kanonier” ist – mehr geht nicht !”

Ob für das nun am Freitag um 19:30 Uhr stattfindende Heimspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen sowohl Christoph Wischniewski und auch Regisseur Daniel Pankofer wieder dabei sind, steht noch nicht fest. Fest steht, dass für Torge Greve nichts sicher ist, was die Einsetzbarkeit seiner Spieler angeht, damit kann er mittlerweile umgehen und hat dafür sein eigenes Wundermittel : TEAMGEIST !

Torge Greve :”Wir haben am Freitag mit Nordhorn einen schweren Gegner vor der Brust. Nordhorn kann im Kader aus dem Vollen schöpfen und hat uns in der letzten Saison in der Hansehalle deutlich unsere Grenzen aufgezeigt. Da ist für mich noch was offen. Wir haben in den den letzten Spielen Selbstbewusstsein aufbauen können und in den beiden letzten Heimspielen nicht verloren. Gerade mit der letzten Begegnung am Samstag gegen Wilhelmshaven hat sich die Mannschaft verdient, dass man sie unterstützt. Ich hoffe, dass wir vor einer tollen Heimkulisse mit
Herz und Leidenschaft verhindern werden, nicht mit leeren Händen dazustehen!”

Nach dem Spiel wird dann im Foyer der Hansehalle hoffentlich ein Sieg gefeiert. Eine weitere Gelegenheit für alle handballbegeisterten Fans miteinander zu sprechen und vielleicht auch das ein oder andere Wort mit einem Spieler oder einem Verantwortlichen zu wechseln und einen angenehmen und geselligen Abend zu verbringen.

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Schwartaus Spieler nach dem Spiel beim Publikum.

VfL Bad Schwartau vs HF Springe, Handball, 2. Liga, 20.03.16